Jedes Jahr zu Weihnachten werden bei uns diese wunderbaren Stollen gebacken, und zwar nicht zu knapp: Vier der buttrigen Schönheiten aus insgesamt gut fünf ein halb Kilo Teig verströmen einen Wohlgeruch im ganzen Haus. Gegessen werden sie zum Frühstück an den Feiertagen mit einer Tasse kräftigem Kakao. Manch einer schmiert noch ein bisschen extra Butter darauf – aber eigentlich braucht es das nicht mal unbedingt.
Das Rezept stammt von meiner tschechischen Großmutter, die die Produktion langsam in unsere Hände gelegt hat. Mandeln und Rosinen hat sie aber immer noch nach Gefühl hinzugegeben, daher sind die Angaben im Rezept hier grobe Schätzungen. Wer mag, kann da variieren. Auch ein Stollen ganz ohne Rosinen ist schon vorgekommen ?. Orangeat oder Zitronat sucht man vergebens, aber das ist in meiner Familie auch richtig so.
Da der Stollen viel Butter enthält wird er wunderbar saftig, der Teig ist aber auch sehr schwer. Die Gare macht meine Oma immer in ihrem Ofen bei 50°C, und das für gut zwei Stunden. Ich selbst habe ihn auch schon über Nacht bei Zimmertemperatur gehen lassen (mit etwas weniger Hefe). Beides funktioniert prima. Und auch eine vegane Variante habe ich schon erfolgreich gebacken.
Das Weihnachtsstollen-Rezept
Im Gegensatz zu anderen Stollen lohnt es sich nicht, ihn länger ziehen zu lassen. Frisch ist er am leckersten, aber er hält sich auch ein paar Tage.






