Babka

Die Babka ist eine vielseitige Variante des Hefezopfs aus der Kastenform mit allerlei möglichen leckeren Füllungen – hier mal Schoko und/oder Nuss.

Absoluter Pluspunkt: Die Babka lässt sich wunderbar und ohne Abstriche auch vegan herstellen.

Zutaten

Die Babka besteht aus Teig, Füllung und Zuckerguss.

1. Hefeteig

Der Teig kann vegan oder “klassisch” zubereitet werden. Das Ei sorgt dabei für etwas extra Fluffigkeit, ist aber nicht zwingend nötig.

    vegan nicht vegan
120 ml   Pflanzenmilch, z.B. Hafermilch Milch
½ Würfel   frische Bio-Hefe  
300 g   Weizen- oder Dinkelmehl (davon bis zu 75 g Vollkorn)  
50 g   Zucker (braun oder weiß)  
¼ TL   Salz  
50 g   weiche Margarine/Kokosfett weiche Butter
1-2 TL   Vanille, Kardamom, Zimt, Orangenschale… nach belieben  
1   starke Knetarme Ei (optional)

 

2. Füllungen

Die Babka wird im Gegensatz zum Hefezopf immer gefüllt, dabei sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt. Vorsicht ist nur bei zu feuchten Füllungen (z.B. mit frischem Obst) geboten, da die Babka am Ende durchweicht und nicht so gut aufgeht. Die klassischste (und einfachste) Füllung ist die Schokofüllung.

Schokofüllung

100 g   Schokocreme
    Schokodrops / gehackte Schokolade (optional)
    gehackte Mandeln (optional)

Nussfüllung

ca. 30 g   Margarine / Butter
ca. 50 g   (brauner) Zucker
100-150 g   gemahlene oder gehackte Nüsse
½ TL   Zimt

Kokosfüllung

ca. 50 g   Margarine / Butter
4 EL   Kokosblütenzucker
ca. 100 g   Kokosraspeln

 

3. Zuckerguss

ca. 50 g   Puderzucker
1-2 EL   Wasser / Zitronensaft / Orangensaft
    Gewürze, z.B. Zimt (optional)

 

Zubereitung

Teig

Einen Vorteig für die Hefe sparen wir uns. Beginnend mit der Hafermilch alle Zutaten außer dem Fett in eine große Rührschüssel geben – dabei etwas Mehl übrig behalten (ca. 1 EL). Die Zutaten vermischen und langsam zusammen kneten. Bevor alles richtig gut verknetet ist, das weiche Fett hinzugeben. Mit dem restlichen Mehl bestreuen und nun ordentlich verkneten. Dabei ist eine Küchenmaschine mit Knethaken sehr hilfreich. Nach 5 Minuten Knetzeit (bzw. von Hand durchaus etwas länger) sollte in relativ fester und elastischer, duftender Teig mit einer seidigen Oberfläche entstanden sein, der zwar feucht ist, aber nicht allzu sehr klebt und sich gut von der Schüssel löst.

Relativ luftdicht verpackt an warmen Ort gehen lassen bis sich das Volumen etwa verdoppelt hat – das dauert etwa 1,5-2 Stunden.

Fertig gekneteter Teig
Fertig gekneteter Teig (hier mit Orangenschale)

Füllung vorbereiten

Während der Teig geht kann die Füllung vorbereitet werden.

Schokofüllung

Im Falle der Schokofüllung ist hier allerdings nicht viel zu tun. Je nach Streichfestigkeit kann sie kurz vor Verarbeitung leicht erwärmt werden. Nach belieben Schokodrops und gehackte Nüsse bereitstellen.

Nussfüllung

In einer Pfanne bei mittlerer Hitze Butter schmelzen lassen, Zucker als dünne Schicht drauf streuen und langsam karamellisieren lassen. Wenn er sich leicht bräunt die gemahlenen oder gehackten Nüsse drüber streuen und verrühren. Bei mittlerer Hitze noch etwas anrösten, aber nicht anbrennen lassen!

Kokosfüllung

Margarine oder Butter in einer kleinen Schüssel schmelzen. Kokosblütenzucker hinzugeben. Kokosraspeln zum darüber streuen bereitstellen.

 

Babka zusammenbauen


Nachdem der Teig hoffentlich gut aufgegangen ist (Geduld!), kann er nun auf die saubere Arbeitsplatte oder ein großes Brett gestürzt werden. Mit einem Nudelholz wird er dünn zu einer rechteckigen Form (ca. 25×40 cm) ausgerollt. Nun wird die Füllung gleichmäßig auf dem Teig verteilt – die Kanten dabei knapp frei lassen. Einer Babka können übrigens auch locker zwei verschiedene Füllungen gegeben werden.

Den Teig von der langen Kante her eng aufrollen und das Ende etwas an der Rolle fest drücken. 


Spätestens jetzt eine Kastenform (normalgroß mit etwa 30 cm Länge) bereitstellen und einfetten oder mit Backpapier auslegen.


Ein scharfes Messer zücken und die Rolle längs mittig durchschneiden. Die Rollenhäften von einander trennen und mit den Schnittseiten nach oben hinlegen, sodass die Schichten zu sehen sind. Jupp, das gibt je nach Füllung dann eine kleine Sauerei. Nun werden die beiden Hälften miteinander verdrillt, dabei sollten die offenen Schnittseiten immer nach oben zeigen. Ich beginne dafür am liebsten in der Mitte und verdrille erst nach unten und dann nach oben. Den fertigen Teigzopf auf die Länge der Kastenform stauchen, behutsam aufnehmen und in die Form legen. Abdecken und nochmals etwa 30-60 Minuten gehen lassen.

Backen

20 Minuten vor Backbeginn den Ofen auf 170 °C (Umluft) vorheizen lassen.

Dann die Babka in den Ofen stellen und 25-30 Minuten backen, bis die Oberfläche goldig braun wird und eine Kerntemperatur von 92-93 °C erreicht ist (falls jemand messen möchte). Eine Stäbchenprobe geht auch. Aus dem Ofen nehmen und nach ca. 5 Minuten vorsichtig aus der Kastenform stürzen (ggf. rundum etwas anlösen). Auf einem Gitter mindestens 30 Minuten abkühlen lassen.

Dekorieren

Wenn die Babka etwas abgekühlt ist, den Zuckerguss anrühren. Dafür den Puderzucker sowie gewünschte Gewürze in eine kleine Schüssel geben und zunächst 1 EL Flüssigkeit hinzugeben. Verrühren und Konsistenz prüfen: ist es noch nicht flüssig genug, einen halben EL Flüssigkeit hineinträufeln, verrühren und Konsistenz erneut prüfen. Gegebenenfalls weitere Flüssigkeit hinzufügen. Die Guss soll dickflüsig vom Löffel tropfen.

Guss auf die Babka gießen, dabei darf er gerne etwas an den Seiten herunterfließen. Nach Wunsch weitere Dekoration (gehackte Nüsse, Kokosraspeln, Schokostreusel…) auf den noch feuchten Guss streuen.

 


Quellen und Inspirationen:

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